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Brennende Rache

Brennende Rache

Ein Film von Tony Maylam

Spätestens durch den Sensationserfolg von Sean S. Cunninghams Schocker „Freitag der 13.“ (1980) sind die sogenannten Slasher-Streifen bei fast sämtlichen Film-Produktionsfirmen, die mit Vertretern dieses populären Horror-Subgenres den großen Reibach witterten, mit offenen Armen empfangen worden.

Und so kam es dann eben, dass die Fans bald mit einer wahren Flut ähnlicher Blutbäder wie „The Prowler - Die Forke des Todes“ (1981) oder „Blutiger Sommer“ (1983) konfrontiert worden sind, die sich aber in ihrer Qualität stark voneinander unterschieden und nur selten mit dem zum Kultfilm avancierten Werk mithalten konnten.

Auch „Brennende Rache“, der interessanterweise als Einstiegsfilm für die Karriere der mächtigen Hollywood-Produzentenbrüder Harvey und Bob Weinstein (Miramax Films) fungierte, lässt sich recht offensichtlich im Fahrwasser des Slasher-Booms treiben – auch wenn angeblich das Drehbuch zum Film noch vor Erscheinen von „Freitag der 13.“ fertiggestellt wurde.
Brennende RacheBrennende RacheBrennende Rache
Wie dem auch sei (und um es gleich vorweg zu nehmen): Der Reißer des britischen Regisseurs Tony Maylam wird garantiert keinen Preis für Innovation erhalten, denn „Brennende Rache“ kann man wirklich geradezu als Prototyp eines Vertreters dieses Genres bezeichnen.

Die Handlung spielt sich in den Wäldern rund um ein Feriencamp ab, es gibt die obligatorischen Teenie-Darsteller als potentielle Schlachtlämmer und natürlich einen furchterregenden Schlitzer mit einer markanten Mordwaffe – in diesem Fall ist es eine riesige Heckenschere, die den Protagonisten das Überleben schwer macht.
Tatsächlich macht das Werk zwar nicht viel neu, aber dabei auch nicht viel falsch…vorausgesetzt, man mag diese Art von Filmen und erwartet inhaltlich nicht mehr als das typische „Zehn kleine Negerlein“-Prinzip.

In dem Feriencamp „Blackfoot“ hat es sich eine Clique unartiger Bengel zur Aufgabe gemacht, den ungeliebten und manchmal gewalttätigen Aufseher Cropsy (Lou David) mal so richtig zu erschrecken. Während sich wohl die meisten Leute damit begnügen würden, der betreffenden Person beim Schlafen Rasierschaum auf die Hand zu sprühen, haben sich diese Jungs etwas Besonderes einfallen lassen: Sie stellen ihrer Nemesis einen mit angezündeten Kerzen verzierten Totenschädel ans Bett und warten auf das böse Erwachen. Allerdings geht der Scherz ein wenig nach hinten los, als Cropsy vor Schreck das morbide „Geschenk“ umstößt und dabei in Flammen aufgeht.

Erst fünf Jahre später wird der schlecklich entstellte Mann aus dem Krankenhaus entlassen uns sinnt auf fürchterliche Rache, deren Ausmaß zunächst eine Prostituierte am eigenen Leib erfahren muss.
Natürlich bleibt es nicht bei dem einen Opfer (Hallo?! Dies ist ein Slasher-Film!!), und so macht sich Cropsy zu seinem ehemaligen Camp auf, um die dort herumpubertierenden Strolche mit seiner Heckenschere gründlich zu dezimieren…
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Wie bereits erwähnt, kann „Brennende Rache“ bei den Zuschauern eher weniger mit seiner platten Story (die übrigens auf einer Lagerfeuer-Geschichte aus dem Umkreis New Jersey/New York basiert) punkten. Welchen Grund gibt es also, das Werk zumindest für eingefleischte Genrefans zu empfehlen? Zunächst einmal versteht es Regisseur Maylam recht souverän, vor allem in der zweiten Hälfte eine gewisse Spannung zu halten, die schon einmal das Attribut unterhaltsam sichert.

Außerdem kommt ja eigentlich kaum ein guter Slasher nach John Carpenters „Halloween - Die Nacht des Grauens“ (1978) ohne innovative Mordszenen aus. Hier haben sich die Produzenten die Mitarbeit eines absoluten Meisters des gepflegten Schlachtfestes gesichert, der als Tom Savini beim Horrorpublikum eigentlich allseits bekannt sein dürfte – schließlich hat besagter Make-Up-Experte unter anderem für die grausigen Verstümmelungen in George A. Romeros „Zombie – Dawn of the Dead“ (1978) und William Lustigs „Maniac“ (1980) gesorgt.
Im vorliegenden Film kommen die Splatterfans vermutlich gerade während der berüchtigten „Floss-Szene“, die beim ersten Ansehen tatsächlich sogar eine recht schockierende Wirkung versprüht, auf ihre Kosten.

Leider braucht das Werk anfangs ein wenig Zeit, um richtig ins Rollen zu kommen, weshalb man sich eine Weile mit den äußerst eindimensionalen Charakteren herumquälen darf. Diese sind zwar nicht wesentlich nerviger als andere Schnarchnasen in ähnlichen Produktionen, nur hat man im Prinzip gar keine Lust, an der langgezogenen, obligatorischen Vorstellungsrunde teilzuhaben.
Es wird einem halt in erster Linie der typische Nice-Guy-Aufseher Todd (dargestellt von Brian Matthews) und der auch nicht verzichtbare Loser Alfred (Brian Backer, „Ich glaub ich steh im Wald“) präsentiert, die – Welch Wunder! – die Helden der Geschichte verkörpern. Alle übrigen Protagonisten fallen kaum weiter auf, und eignen sich damit als gesichtslose Opfer für den irren Crospy. Dafür zeigen sich die späteren Stars Holly Hunter („Arizona Junior“, „Crash“) und Jason Alexander („Schwer verliebt“) in „Brennende Rache“ erstmals ihre Gesichter auf der großen Leinwand.

Die Frage, ob man den Streifen als Horrorfan jetzt unbedingt gesehen haben muss, sollte man wohl mit „Nein“ beantworten – aber man kann ihn sich wohl mal sehr gut für den gepflegten Genreabend vormerken, wenn man z.B. die „Freitag der 13.“-Reihe gerade zum fünften Mal in Folge gesehen hat.
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Auf jeden Fall bekommt man hier einen routiniert inszenierten Schocker mit einer ganz ordentlichen Atmosphäre geboten, der auch nicht mit ein paar fiesen Metzel-Szenen geizt. Wer sich ab und an auch mal mit so etwas zufrieden gibt, kann sich an dem kurzweiligen Streifen gerne mal versuchen.

Und besser als die meisten aktuellen Slasher ist er allemal…

Eine Rezension von Bastian G.
(19. Oktober 2009)
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Daten zum Film
Brennende Rache USA, Kanada 1981
(The Burning)
Regie Tony Maylam Drehbuch Peter Lawrence & Bob Weinstein, Story von Harvey Weinstein, Tony Maylam & Brad Grey
Produktion Filmways Pictures, The Cropsy Venture Kamera Harvey Harrison
Darsteller Brian Matthews, Brian Backer, Leah Ayres, Larry Joshua, Jason Alexander, Ned Eisenberg, Carrick Glenn, Carolyn Houlihan, Fisher Stevens, Lou David, Holly Hunter
Länge 91 min. FSK -
Filmmusik Rick Wakeman
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