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Der Gehetzte der Sierra Madre

Der Gehetzte der Sierra Madre

Ein Film von Sergio Sollima

Sergio Sollima. Ein Name, der selbst Bewanderten im Westerngenre oft unbekannt ist.
Neben den anderen Sergios (nämlich Leone und Corbucci) ging der gute Sollima leider unter.
Zu Unrecht, wie man an seiner Italowesterntrilogie merkt, die mit „Der Gehetzte der Sierra Madre“ ihren Anfang nimmt.

Dabei ist besonders anzumerken, dass Sollima 3 komplett unterschiedliche und geradezu ungewöhnliche Western drehte, die jedoch den bekannteren Vertretern dieses Genres in nichts nachstehen.
Sein Ausflug ins Westerngenre endete dann auch nach Beendigung der sogenannten "Cuchillo" Trilogie ( eigentlich eine falsche Titulierung, da der Bauer Cuchillo nur in 2 der 3 Filme vorkommt).
Ansonsten wandte sich Sollima u.a. Thrillern wie der Hitman-Elegie "Brutale Stadt" mit Charles Bronson oder "Revolver" mit Fabio Testi(Nachtblende ) und Oliver Reed zu.

In „Der Gehetzte der Sierra Madre“ verfrachtet der Regisseur eine typische Kriminalgeschichte in den Wilden Westen:
Der des Mordes beschuldigte Cuchillo (genial wie immer: Tomas Milian, bekannt aus "Milano Odia") wird von Jonathan Corbett (Lee van Cleef, Für ein paar Dollar mehr ) verfolgt.
Ein ungleiches Duell. Der ehrgeizige Corbett ist ein Profi seiens Fachs. Banditen die auf ihn treffen, können schonmal ihr letztes Vaterunser anstimmen.

Dem gerrissenen Cuchillo gelingt es jedoch mit B
auernschläue und Witz seinem Häscher einen Schritt voraus zu sein und den gealterten Corbett immer wieder aufs Neue abzuhängen. Mit zunehmender Länge der Jagd kommen Corbett schließlich Zweifel an der Schuld von Cuchillo. Und welche Rolle spielt ein schießwütiger, österreichischer Baron dabei?

Sollima bringt frischen Wind ins Genre und etabliert Tomas Milian als einen der all time heroes des Genres.
Die spannende Handlung wird von einem großartigen Morricone-Score untermalt.
Wie Leone versteht es Sergio S. einzelne Szenen perfekt im Zusammenspiel mit der Musik zu inszenieren.
Ganz besonders im Gedächtnis blieb mir persönlich das Morricone-Arrangement von Beethovens „Für Elise“, dass in der finalen Shootout-Orgie eingesetzt wird.
Die Charaktere wirken überzeugend und alles andere als eindimensional. Ein Prinzip,das Sollima im Nachfolgefilm "Faccia a Faccia" auf die Spitze treibt.
Lee van Cleef ist wie immer lakonisch-cool und die Rolle des Cuchillo hätte wohl niemand besser verkörpern können als Tomas Quintin Rodriguez(so Milians bürgerlicher Name).

Anzumerken sei, dass sich mein Review auf die ungeschnittene Fassung des Films bezieht. Die geschnittene Fassung macht aus „Der Gehetzte der Sierra Madre“ ein zusammenhangsloses Gewirr, das gerade mal Durchschnitt erreicht. Immerhin war man zur damaligen Zeit so dreist, sogar das finale Shootout zu schneiden und so den Zuschauern eines der genialsten Duelle aller Zeiten vorzuenthalten.

Mit diesem Hintergrundwissen wird jedoch klar, wieso „La resi dei conti“(so der Originaltitel) damals hinter populäreren Vertretern des Genres zurückblieb.

Da wir uns aber glücklicherweise im Zeitalter der DVD befinden ist dieses Kleinod doch noch kanpp vorm Verschwinden in der Versenkung gerettet worden. Die Genrespezialisten von KOCH MEDIA haben den Film nämlich in ihrer Italowestern Collection neu aufgelegt- selbstverständlich in der vollständigen und endlich komplett ungeschnitenen Version.
Den Fan erfreut zusätzlich noch ein 32 minütiges Featurette mit Sollima höchstselbst.

Jedem Italowestern-Fan kann ich diese Genreperle nur wärmstens empfehlen. Selbst Großmeister Leone soll von dem Genrebeitrag seines Kollegen mehr als angetan gewesen sein. Angeblich raunte Leone während einer Kinovorstellung des "Gehetzten der Sierra Madre" ,dass Sollimas Film seinen eigenen(Für eine Handvoll Dollar) um Längen schlage.

(EDIT 02.04.2009)

Eine Rezension von Anatol Holzbauer
(26. April 2008)
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Daten zum Film
Der Gehetzte der Sierra Madre Italien/Spanien 1966
(La Resa dei conti)
Regie Sergio Sollima Drehbuch Sergio Sollima und Sergio Donati
Produktion
Darsteller Lee Van Cleef, Tomas Milian, Nieves Navarro, Fernando Sancho
Länge 105 FSK 16
Filmmusik Ennio Morricone
Kommentare zu dieser Kritik
Damocles TEAM sagte am 27.04.2008 um 12:23 Uhr

Der Film ist deutlich besser als der ähnliche "Lauf um dein Leben".

Der beste Film Sollimas ist aber definitiv "Von Angesicht zu Angesicht", einer der psychologisch besten Western überhaupt.

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