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Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI RSS 1.0


Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI

Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI

Eine Serie von Kim Manners, Rob Bowman, Daniel Sackheim, Chris Carter, R. W. Goodwin


„Why is it that every time I think I know the answers, someone goes and changes the questions?“


Alles nahm seinen Anfang, als ein Ex-Surfer mit der Idee schwanger ging, mit üblichen Senderkonventionen zu brechen und ein neues Fernsehformat zu planen, das jenseits der sonst so erfolgreichen Comedy des Senders angesiedelt sein sollte. Es war die Vision einer wirklich unheimlichen Serie, die schon lange Zeit im Kopf des aufstrebenden Produzenten umherspukte. Der Name dieses Mannes: Chris Carter, und der Sender, um den es ging, kein Geringerer als der damals noch junge Fox, seinerzeit vor allem bekannt für überaus erfolgreiche Comedyserien wie „Eine schrecklich nette Familie“ oder beispielsweise den Dauerbrenner „Die Simpsons“. Verständlicherweise beäugte der Sendervorstand den Vorschlag Carters, eine unheimliche Serie zu etablieren, mit Argwohn und Skepsis, da Erinnerungen wach wurden an die 70er Jahre. In der kurzlebigen Kultserie „Kolchak: The Night Stalker“ geriet Darren McGavin als Reporter Carl Kolchak immer wieder – welch’ ein Zufall – im nächtlichen Las Vegas mit Vampiren, Werwölfen und anderen netten Zeitgenossen aneinander. Von Erfolg war dieses sich bewusst nicht ernstnehmende Konzept nicht gekrönt, so dass die Serie schon relativ bald wieder in derselben dunklen Versenkung verschwand, aus der die Kreaturen noch zuvor emporstiegen, um Kolchak „zufällig“ heimzusuchen. Die ewigen „Monster-der-Woche“-Episoden ließen nun einmal nicht gerade eine sehr große inhaltliche Bandbreite zu – zu allem Überfluss wirkte das Geschehen aber auch noch niemals wirklich glaubwürdig! Ex-Surfer Carter wusste von dem Scheitern des damaligen Konzepts und suchte seinerseits fieberhaft nach einer Lösung, um nicht ebenfalls baden zu gehen. Die Hilfe kam unerwartet in Gestalt des Thrillers „Das Schweigen der Lämmer“ [1991] von Jonathan Demme, der Carter auf die Idee brachte, den unheimlichen, paranormalen und in seinem Kopf umhergeisternden Elementen als Gegenpol und Ausgangsbasis das real existierende FBI vorzusetzen, um eine ausgewogene Balance zwischen Realität und phantastischer Fiktion herzustellen.


ERFOLG IN SERIE. Dieses Grundgerüst arbeitete Carter im Laufe der Zeit kontinuierlich weiter aus, bis er Anfang der 90er Jahre auf einen Bericht der Roper Organisation stieß, der letztlich den Ausschlag geben sollte, die „AKTE X“ in der Form, wie wir sie heute kennen, herauszubilden. Besagtem Bericht zufolge glauben drei Prozent aller Amerikaner, tatsächlich einmal Opfer einer Abduktion durch Außerirdische geworden zu sein. „Humbug“, werden viele sagen und sich damit in durchaus guter Gesellschaft wiederfinden. Doch Carter war seinerseits überzeugt davon, dass man dieses Thema trotz aller Widerstände dergestalt verkaufen könnte, dass es nichtsdestotrotz Spannung erzeugt, den Zuschauer packt und ihn wirklich ängstigt. Alleine die Idee des Pilotfilms zumindest packte schon die Verantwortlichen des Senders, die nun erstmals hinter dem Projekt standen und die Pleite eines Carl Kolchaks aufgrund der in Aussicht gestellten ernsteren Aufmachung in relativ weiter Ferne sahen. Ungewöhnlich hoch waren daher auch die Erwartungen, als letztlich grünes Licht für die Produktion des Piloten gegeben wurde, denn nur wenige Pilotfilme hatten es in der Vergangenheit geschafft, im Anschluss auf Serienniveau ausgedehnt zu werden. Der 10. September 1993 sollte schließlich die Wahrheit ans Licht bringen, als der Pilot seine heißersehnte Premiere feierte und immerhin 7,4 Millionen Haushalte vor den Bildschirmen fesselte (fünfzehn Prozent Marktanteil): Der (bescheidene) Anfang war trotz noch anfänglich zu leistender Überzeugungsarbeit gemacht, so dass „AKTE X“ in Serie gehen konnte. Ist es hierbei nun Ironie, dass der Pilotfilm dem Sendervorstand die Wahrheit brachte, während selbige in der Serie Dreh- und Angelpunkt der nebulösen Hintergrundgeschichte darstellte? Dies wird wohl vorerst eine ungelöste Akte bleiben.


DER BEGINN. Es ist die Person einer jungen Frau, die wir in den ersten Sendeminuten der Serie sehen. Klein, allenfalls auffällig aufgrund ihrer roten Haare und ihrer markanten Stimme, schreitet sie durch die verwinkelten Gänge des FBI-Gebäudes, um ihren Dienst anzutreten. Relativ schnell erfahren wir den Namen dieser jungen Frau. Es ist die junge Agentin Dana Katherine Scully (Gillian Anderson), die von ihren Vorgesetzten dem Agenten Fox William Mulder (David Duchovny) zugeteilt wird, der an den titelgebenden X-Akten (Fälle, bei denen eventuell paranormale Phänomene involviert sind) arbeitet. Schon lange ist der Chefetage Mulders Herangehensweise und Querschlägerei, die in dem festen Glauben an außerirdisches Leben und das Bestehen einer Regierungsverschwörung gipfelt, welche mit dem mysteriösen Verschwinden seiner Schwester Samantha vor etlichen Jahren zu tun haben könnte, ein Dorn im Auge. Die ausgebildete Medizinerin Scully soll Mulders Aktivitäten während ihrer gemeinsamen Arbeit überwachen und dessen gelegentlichen „Ausfälle“, die ihm den Beinamen Spooky Mulder einbrachten, mit gesundem Sachverstand und wissenschaftlicher Herangehensweise kompensieren. Scully, die Skeptikerin, und Mulder, der so gerne glauben möchte. Ein ungleiches Duo, scheinbar nur vereint in der Arbeit, der sie nachgehen, gedanklich jedoch grundverschieden.


Diese Grundpfeiler waren es, die uns das erste Mal mit Mulder und Scully vertraut machten. Während der Sender noch bis kurz vor Drehbeginn darauf beharrte, die Rolle der FBI-Agentin mit einer „Sexbombe“ vom Schlage einer Pamela Anderson zu besetzen, war es Carter zu verdanken, dass dem Zuschauer dies letztlich erspart blieb. Gillian Andersons Performance und ihr generelles Auftreten wirken durchweg real und bodenständig, während die Baywatch-Nixe mit Letzterem aus mindestens zwei gewichtigen Gründen ihre Probleme hätte haben dürfen. Statt der einen Anderson kam also die andere Anderson; eine bisher unerfahrene Schauspielerin, die der Person der Skeptikerin Scully unglaublich viele Facetten entlockte. Zumindest David Duchovny war film- und erfolgstechnisch kein unbeschriebenes Blatt, hatte er doch schon mit „Kalifornia“ [1993] einen beachtlichen Kinoerfolg vorzuweisen, der den Mann mit der großen Nase fast dazu brachte, die Übernahme einer Serienrolle für weitere Kinoprojekte sausen zu lassen. Als die Produzenten beim Casting für die Rolle Mulders sich jedoch ohne Umschweife für ihn entschieden, verwarf Duchovny diesen Gedanken vorerst. Eine überaus kluge Entscheidung, wie sich herausstellen sollte. Denn wie im realen Leben erwuchs diesem Spiel der Gegensätzlichkeiten eine nur schwer zu beschreibende Faszination, die die Serie letztlich deutlich von anderen Genrevertretern unterscheiden sollte.


ZWISCHENMENSCHLICHES & ÜBERRASCHUNGEN. Auch wenn die Macher hinter der Kamera immer wieder betonten, die Beziehung zwischen Mulder und Scully solle sich nie über das Platonische hinaus entwickeln (ein Umstand, der bereits in der ersten Folge „Gezeichnet“ mit einer nächtlichen Leibesvisitation bei Kerzenschein deutlich wurde), hörten einige Fans der Serie nicht auf, sich ihre eigenen Gedanken über das Zwischenmenschliche ihrer Lieblingsagenten zu machen. Die „Shipper“, selbsternannte Fans, die sich nichts sehnlicher wünschten, als Mulder und Scully in einer ernsthaften Beziehung zu sehen, nahmen jedes noch so kleine gesprochene Wort, jede noch so kurze Geste zum Anlass, darüber zu spekulieren, wie sich die Beziehung zwischen den beiden wohl weiterentwickeln könnte. Geschickt streuten Carter und Co immer wieder Anspielungen auf etwaige Möglichkeiten in die einzelnen Folgen ein, doch bis zur fünften Staffel blieben alle Hoffnungen der Fans, die auf eine über die Freundschaft hinausgehende Beziehung warteten, eben jenes: Hoffnungen, die selbst 1998 im ersten Kinofilm zerplatzten wie Seifenblasen. Aber manchmal verlassen Serien auch einen vorher sicher gefahrenen Kurs, sei es, um zu überraschen, sei es, um der Serie neue Möglichkeiten zu eröffnen. Und welche Serie könnte wohl besser für Überraschungen gut sein als „AKTE X“?


201 Folgen und 9 Jahre lang bescherte „AKTE X“ Mystery-Fans Woche für Woche spannende, unheimliche Unterhaltung, wobei die Geschichten in zwei Kategorien einzuteilen sind. Zum einen wären da die sogenannten und schon in „Kolchak“ bemühten „Monster of the Week“-Episoden, die als jeweils abgeschlossene Geschichten dem Zuschauer zum Teil grauenhafte Monster, Mutanten oder menschliche Monster präsentierten. Sei es der Plattwurm-Mann aus der zweiten Staffel („Der Parasit“), der fettsaugende Virgil Incanto aus der dritten („Fett“) oder die mörderische Puppe aus „Chinga“ in der fünften Season – sie alle mochten zwar abstoßend, abnormal oder einfach nur widerwärtig wirken, und doch waren es im Grunde zum Teil tragische Figuren, die ihr Leben mit den ihnen gegebenen Deformationen nicht anders zu fristen in der Lage waren. So wurde – konsequenterweise? – in der siebten Staffel ein bisher einmaliges Experiment gewagt, indem eine komplette Episode („Hunger“) aus der Sicht eines gehirnfressenden Burgerbraters erzählt wurde, während Mulder und Scully nur am Rande auftauchten. Das Endprodukt war neuartig, es war mutig, und es war trotz allem „AKTE X“. Nur ein einziges Mal schlug eine „Monster-der-Woche“-Geschichte („Blutschande“) selbst für Akte-X-Verhältnisse etwas über die Stränge, als die Autoren Glen Morgan und James Wong eine wahre Blutorgie aus Inzest, Familienehre und Mord erdachten. Hierzulande musste die Folge aufgrund der drastischen Szenen ins Nachtprogramm wandern, wo sie ungekürzt zu Halloween gezeigt und bewundert werden konnte. Ja, richtig: bewundert! Denn trotz aller Gewalt und Radikalität erwies sich diese Episode als eine der besten, zynischsten und atmosphärischsten Folgen der gesamten Serie, die von Fans noch vor den brillanten schwarzhumorigen Darin Morgan-Folgen „Der Zirkus“, „Der Hellseher“, „Krieg der Koprophagen“, „Andere Wahrheiten“ gesehen wird. Die Serie war immer für eine Überraschung gut.


Die andere Kategorie stellten die Episoden dar, die sich um die Hintergrundgeschichte der Serie rankten, die sogenannten Mythologie-Folgen. Nach und nach erfuhr der Zuschauer mehr über die wahren (oder auch nicht wahren) Hintergründe der Verschwörungstheorien Mulders rund um das Verschwinden seiner Schwester und wusste so schon relativ schnell die Beteiligten in Gut und Böse einzuteilen (wenngleich hier mitunter der erste Eindruck durchaus täuschen konnte). Doch spätestens ab der sechsten Staffel entglitt den Verantwortlichen der rote Faden, als sie immer unglaubwürdigere Szenarien beziehungsweise Theorien aufstellten und damit ihren eigenen Vorsatz, der Serie einen glaubwürdigen Anschein zu verleihen, mit Füßen traten. Plötzlich war die Rede von Supersoldaten, die sich regenerieren konnten, und auf einmal fühlte man sich fast wie in „Terminator“. Zwar wies „AKTE X“ nach wie vor noch die kinoähnliche Inszenierung auf und auch die Atmosphäre war jedesmal unerreicht, doch die Entscheidung, Mulder gegen Ende fast eine komplette Staffel lang verschwinden zu lassen und ein komplett neues Agentenduo einzuführen (Robert Patrick, ironischerweise Terminator-erprobt; Annabeth Gish), während Scully wieder hauptsächlich ihrem Job als Medizinerin nachgeht, sorgte nicht nur bei Mulder-Fans für zunächst blankes Entsetzen. Aber überraschenderweise machten Patrick und Gish ihre Sache mehr als gut und waren die wenigen echten Glanzlichter in den beiden letzten, eher enttäuschenden Staffeln. So traurig das auch klingen mag.


HOFFNUNG. Schließlich kam die Zeit, da sich die Serie langsam aber sicher dem Ende entgegen neigte. Für viele hatte „AKTE X“ spätestens seit der siebten Staffel und der radikalen Veränderung, die mit immer mehr lustigen und weniger erschreckenden Episoden einherging, den Zenit schon weit überschritten. So kam das Aus nach immerhin 9 Jahren für etliche Anhänger auch wenig überraschend. „Die Wahrheit“, die letzte Episode in Spielfilmlänge, versuchte so gut es ging, die vormals losen Fäden der Hintergrundgeschichte zusammenzuführen, um alles, aber auch wirklich alles aufzuklären. Doch im Grunde erfuhr der Zuschauer nichts Neues, weshalb „Die Wahrheit“ eher als Familientreffen im großen Stil anzusehen war, das noch einmal alle beliebten und unbeliebten, vormals verstorbenen oder verschollenen Charaktere der Serie vor der Kamera versammelte. Der Krebskandidat (William B. Davis), die „Lone Gunmen“ (Tom Braidwood, Dean Haglund, Bruce Harwood), die in der finalen Staffel das Ende ihrer kurzlebigen Spin-Off-Serie „Die Einsamen Schützen“ [2001] spendiert bekamen – alle kamen zusammen, um Abschied zu nehmen. Um Lebewohl zu sagen und eine bedrückende Wahrheit auszusprechen, die jenseits eines Happyends jegliche obligatorische Serienkonventionen gegen den Strich bürstete. Tiefgründig philosophierten Mulder und Scully plötzlich über Sinn und Zweck ihres bisherigen Lebens, ihres Handelns, während dieser innigste aller Momente der kompletten Serie durchbrochen wurde von einer minderschweren Tragik, die in dem letzten Satz „Vielleicht gibt es Hoffnung“ ihr vorläufiges Ende fand. Das Schicksal ist nicht abwendbar. Dies ist letztlich die Wahrheit, der das Agentenduo so lange auf den Fersen war. Auf der einen Seite eine ernüchternde Erkenntnis. Aber eine Medaille hat immer zwei Seiten.


Wie man es dreht und wendet: „AKTE X“ hat trotz einiger missglückter Episoden und der späten Neuorientierung Fernsehgeschichte geschrieben. Keine vergleichbare Serie der frühen 90er war ähnlich erfolgreich, originell und einflussreich wie seinerzeit die unheimlichen Fälle des FBI. Die Serie mit dem X hatte selbiges vollends salonfähig gemacht und schon längst eine eigene Marke kreiert, weshalb mit dem Ende der Serie nicht zwangsläufig auch das sofortige Schließen der Sache „X“ einhergehen sollte. Nur diese Rezension endet jetzt, obwohl man über dieses Phänomen in Serienform noch viel, viel mehr erzählen könnte, aber bekanntlich soll man ja dann aufhören, wenn es am Schönsten ist. Lauschen wir also nochmal Mark Snows Score, sehen den vertrauten Vorspann und freuen uns gemeinsam auf den zweiten Kinofilm „Akte X: Jenseits der Wahrheit" [2008] Mitte dieses Jahres, der sich – die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt – an den atmosphärischsten Momenten der Serie orientieren soll. Wollen wir dies ganz im Sinne Mulders einfach mal glauben.

Eine Rezension von Stefan Rackow
(02. März 2008)
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Daten zur Serie
Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI USA, Kanada 1993 - 2002
(The X Files)
Regie R. W. Goodwin, Chris Carter, Daniel Sackheim, Rob Bowman, Kim Manners Drehbuch Chris Carter, Frank Spotnitz, Vince Gilligan, John Shiban, Howard Gordon, Glen Morgan, James Wong, David Duchovny, David Amann, Alex Gansa, Darin Morgan u.v.m.
Produktion 20th Century Fox, 1013 Productions Kamera Bill Roe, John S. Bartley, Joel Ransom, Jon Joffin, Ron Stannett
Darsteller David Duchovny, Gillian Anderson, Mitch Pileggi, Robert Patrick, Annabeth Gish, William B. Davis, Tom Braidwood, Dean Haglund, Bruce Harwood, Mimi Rogers, Cary Elwes, John Neville, Brian Thompson, Sheila Larken, James Pickens Jr., Nicholas Lea, Steven Williams, Chris Owens, Jerry Hardin, Laurie Holden, Don S. Williams, M. Emmet Walsh, Peter Donat, Charles Cioffi, Floyd 'Red Crow' Westerman, Jeff Gulka, Zachary Ansley, Adam Baldwin, Melinda McGraw, Pat Skipper, Megan Leitch, Veronica Cartwright, Roy Thinnes
Länge 199 Episoden à ca. 42 Minuten, Pilotfolge 46 Minuten, Finale 90 Minuten (9 Staffeln) FSK ab 16 Jahren
Filmmusik Mark Snow
Entwickelt von Chris Carter
Guest starring Seth Green, Brad Dourif, Don S. Davis, CCH Pounder, Tony Shalhoub, Chris Carter, Michael Bublé, Adam Baldwin, Terry O'Quinn, Lucy Lawless, u.a.
Kommentare zu dieser Kritik
Zombie-mower TEAM sagte am 02.03.2008 um 18:01 Uhr

eine sehr ambitionierte Rezension einer Kult-Serie, die neue Standards für den psychologischen Thriller setzte; mir hat diese Serie damals in den 90ern sehr gefallen, insbesondere die filmtechnisch brillant und suggestiv inszenierten Intros, die sich sehr geschickt den Stilelementen des Horrorgenres bedienten, hatten es mir damals angetan;
die Intros waren gut getimt (zwischen 3-7 min. lang) und die restlichen 35 - 40 min. verfolgte der Zuschauer die Aufklärung der FBI-Agenten mit; besonders in den ersten 5 - 6 Staffeln war alles sehr dicht verpackt und immer spannend und narrativ anspruchsvoll umgesetzt;
David Duchovny, der seine schauspielerischen Qualitäten und charakterliche Bandbreite in Serienformat bereits in der Erfolgs-Kultserie "Twin Peaks" (in zahlreichen Kurzauftritten in der 2. Staffel) bewiesen hatte, war für mich einer der Gründe, der Serie auf Dauer treu zu bleiben. Seine sarkastischen Kommentare zu der Herangehensweise des FBI, seine selbstironische Art und der Galgenhumor, mit dem er die krassesten und gefährlichsten Fälle relativerte, sind nicht zu überbieten. Gillian Anderson (übrigens sehr witziges Wortspiel zur Baywatch-Badenixe Pamela *LOL*) sorgte mit ihrer rationalen und skeptischen Art für den nötigen Ausgleich und das erotische Spannungsverhältnis.

Danke Stefan, für diese genaue Behandlung einer meiner Lieblingsserien der 90er.

Ein paar Anmerkungen noch: die Serie "The Outer Limits" von 1995 hat sich dem Erfolgsrezept von "Akte X" ziemlich großzügig bedient und dennoch eigene Akzente gesetzt. Hab sie auch gerne angeschaut - das Düstere, Übersinnliche und Fremde übt nun mal eine sehr starke Faszination aus.
Übrigens, neben dem Kannibalen-Thriller "Das Schweigen der Lämmer", welcher mit Jodie Foster eine gleichzeitig intelligente wie unwiderstehliche weibliche FBI-Agentin präsentierte und die Machenschaften des FBI als etwas sehr edles und deren Dienste für die Gesellschaft als unverzichtbar preiste, hatte auch "Twin Peaks" (1990 - 1991)einen unbestreitbaren Einfluss auf "Akte-X" (nicht nur wegen David Duchovny).
Der Meister des menschlichen Unterbewussten und Makabren David Lynch kreiierte zusammen mit Mark Frost diese düstere Serie, die in 29 Folgen die Aufklärung eines bestialischen Mordes an einer Schülerin zum Thema hatte. Eine gelungene Mischung aus makabrem, schwarzen Humor, Soap-Persfilage und übersinnlichem, psychologischen Horror. Und durch die hohe Beliebtheit der Serie hatte auch das Metier des FBI (Kyle McLachlan als FBI-Agent war einer der Hauptfiguren) das Interesse des Publikums gewonnen und "Akte-X" dadurch den Weg bereitet.
Agent_X TEAM sagte am 04.03.2008 um 13:19 Uhr

Besten Dank! :) Ich hätte auch noch gerne mehr zu einzelnen Folgen geschrieben, aber das hätte den Rahmen der sowieso schon sehr langen Rezension gehörigst gesprengt. Daher stelle ich einfach mal die Frage in den Raum, welches denn jeweils eure Lieblingsfolgen waren/sind und würde mich über rege Beteiligung freuen. Um gleich den Anfang zu machen:

"EIS" aus der ersten Staffel gehört nach wie vor zu meinen Lieblingen - eine brillante Mischung aus klaustrophobischem Thriller und intelligenter Inszensierung.

Ebenso sind die bereits in der Rezension erwähnten Darin-Morgan-Folgen zumindest für mich tolle Beispiele dafür, dass auch im Mystery-Bereich nicht alles staubtrocken sein muss. Die Mischung aus spannender Geschichte und einzigartigem Humor gefiel mir auf Anhieb. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass seinerzeit "DER ZIRKUS" mein Einstieg in die Serie war.
Renee TEAM sagte am 04.03.2008 um 22:53 Uhr

Meine Lieblingsfolge ist "Böses Blut". Sie fällt ein wenig aus der Reihe, da man dieselbe Geschichte aus 2 verschiedenen Blickwinkeln sieht. Und wie verschieden die sind! Unglaublich witzig, diese Episode! ^^ Ist auch die einzige, deren Titel mir in Erinnerung geblieben ist. Das soll nicht heißen, dass alle anderen nicht gut genug dafür waren. Ist eben nur eine ganze Weile her, seit ich AKTE X zum letzten Mal gesehen hab. Ich muss auch gestehen, dass ich zu der Gruppe Zuschauer gehöre, die nach dem Ausstieg Mulders nicht weitergeschaut haben. Nichts gegen Robert Patrick, aber es war dann einfach nicht mehr das selbe.
Anj TEAM sagte am 07.03.2008 um 14:43 Uhr

Auch wenn ich wohl nur wenige Folgen dieser Serie geschaut habe, erinnere ich mich, auch die Folge "Böses Blut" gesehen zu haben. Die war wirklich toll! Ich erinnere mich noch ganz genau an die Sache mit den Zähnen von dem einen Deputy. Mulder hatte sie schief in Erinnerung und Scully gerade. Dabei war Mulder einfach nur eifersüchtig und Sculyy hatte natürlich recht ;-)
Shikantaza sagte am 14.01.2009 um 22:31 Uhr

meine lieblingsfolge ist "blutschande" um die - berechtigterweise - so viel wind gemacht wurde :o)

außerdem finde ich die cliffhanger-folgen zwischen der zweiten und dritten staffel sowie der dritten und vierten staffel extrem gut - spannung ohne ende, super atmosphäre, und die verschwörungsgeschichten sind stimmung und sehr gut inszeniert...dann gefallen mir noch sehr gut "eis", "der zirkus", "der parasit", "der zug", "geheime gedanken eines rauchers" und "redux". aus den späteren staffeln hab ich keine lieblingsfolgen...
k. TEAM sagte am 15.01.2009 um 11:59 Uhr

Was war das eigentlich am Anfang der dritten Staffel als Scully und Mulder in diesem Bergwerk mit den Akten waren? Der Zugang zu den Akten ist ja gesichert. Später kommt dann irgendein Militärkommando um beide zu töten. Und schließlich entkommen sie durch eine HINTERTÜR. Sowas macht Serien kaputt. Aber total. Übrigens fand ich die 2. und 3. Staffel bisher am Besten. Die anderen habe ich vor Jahren mal gesehen. Die letzten beiden allerdings nicht mehr.

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