Filmkritiken - von Independent bis Hollywood
 
1903 Filmkritiken | 10099 Personen | 3298 Kommentare  
Bitte wählen Sie

Email

Passwort


Passwort vergessen

> Neu anmelden


Auch interessant



Men in Black 3
von Barry Sonnenfeld




Meist gelesen¹

1. 
Heathers  

2. 
Schulmädchen-Report - Was Eltern nicht für möglich halten  

3. 
Freejack - Geisel der Zukunft  

4. 
Zombies unter Kannibalen  

5. 
Cannibal Holocaust (Nackt und Zerfleischt)  

6. 
Schulmädchen-Report, 7. Teil - Doch das Herz muß dabei sein  

7. 
Jack Ketchum's The Girl next Door - Evil  

8. 
Die wilden Hühner  

9. 
Der König von Bastøy  

10. 
Frauengefängnis  
¹ gilt für den aktuellen Monat

Casinos im Film
  FILMSUCHE
  Sie sind hier: Filmkritiken > James Cameron > Terminator 2 – Tag der Abrechnung
Terminator 2 – Tag der Abrechnung RSS 1.0


Terminator 2 – Tag der Abrechnung

Terminator 2 – Tag der Abrechnung

Ein Film von James Cameron

„3 billion human lives ended on August 29th, 1997. The survivors of the nuclear fire called the war Judgment Day. They lived only to face a new nightmare: the war against the machines. The computer which controlled the machines, Skynet, sent two Terminators back through time. Their mission: to destroy the leader of the human resistance, John Connor, my son. The first Terminator was programmed to strike at me in the year 1984, before John was born. It failed. The second was set to strike at John himself when he was still a child. As before, the resistance was able to send a lone warrior, a protector for John.
It was just a question of which one of them would reach him first.“



Wenn man James Cameron nur eines zugute halten soll, dann ohne Zweifel die Tatsache, dass der Kanadier mit jedem seiner Filme die Messlatte für technische Perfektion und Raffinesse kontinuierlich immer ein Stückchen höher gestellt hat. So überraschte Cameron 1984 sein Publikum mit einem – für heutige Verhältnisse – billigen, aber in jeder Hinsicht spektakulären Film (Kostenpunkt: 6,5 Mio. Dollar!) über einen im Jahre 2029 stattfindenden Nuklearkrieg zwischen den Menschen und intelligenten Maschinen. Der Zuschauer wurde Zeuge, wie ein Terminator in Gestalt von Arnold „Gouverneur von Kalifornien“ Schwarzenegger auf Befehl der Cyborgs durch die Zeit geschickt wurde, um den 1985 geborenen Anführer des menschlichen Widerstandes, John Connor, zu eliminieren. Kein Anführer, kein Widerstand, Sieg der Maschinen. So der eigentliche Plan, dem jedoch kein Erfolg beschieden sein sollte. John Connor überlebte, was zur logischen Konsequenz hatte, dass der Krieg in der Zukunft immer noch fortdauert.


Dass „Terminator“ [1984] ein solcher Erfolg werden würde, hat sicherlich keiner der Beteiligten geglaubt. Somit erscheint es umso verwunderlicher, dass die (nach Hollywood-Regeln ansonsten doch unmittelbar auf dem Fuß folgende) Fortsetzung des Überraschungshits, von der hier im folgenden die Rede sein soll, volle sieben Jahre auf sich warten ließ. Einer der Gründe – vielleicht sogar der Grund – mag gewesen sein, dass die Tricktechnik erst langsam, aber stetig auf dem Vormarsch war und die Filme allmählich immer mehr, immer spektakulärere Effekte dank der fortschreitenden Entwicklung vor allem im Computerbereich boten. James Cameron, seines Zeichens Perfektionist, wenn es darum geht, die Tricktechnik in seinen Filmen voranzutreiben, war an dieser Entwicklung maßgebend beteiligt. Zwei Jahre zuvor hatte er erst in seinem Unterwasser-Öko-Thriller „Abyss – Abgrund des Todes“ [1989] eines der ersten und komplett am Computer erschaffenen Lebewesen in Gestalt der außerirdischen Unterwasser-Schlange präsentiert – eine für die damalige Zeit bahnbrechende Revolution in Sachen Tricktechnik. Und als Perfektionist ruht man sich bekanntlich nicht auf seinen Lorbeeren aus.


Größer, lauter und gewaltiger – all dies trifft in jeder Hinsicht auf „TERMINATOR 2 - TAG DER ABRECHNUNG“ zu. Wie schon im ersten Teil schicken die Maschinen wieder einen Terminator los, um den jungen John Connor (Edward Furlong) zu töten. Die Killermaschine erscheint diesmal allerdings nicht in der so markanten Gestalt des Ur-Modells 101 der T-800–Serie Marke Schwarzenegger, sondern wird von Robert Patrick verkörpert. Dieser neue, verbesserte T-1000-Typ ist dem Ur-Modell in allen Belangen überlegen, kann sich unter anderem, da er aus Flüssig-Metall besteht, in jede beliebige Gestalt verformen. Der aus Teil 1 bekannte T-800 (Arnold Schwarzenegger), damals noch „der Böse“, wird dennoch reaktiviert, diesmal jedoch mit der Programmierung, den jungen John Connor am Leben zu erhalten. Das vormals Böse wird zum Beschützer. Zusammen mit John Connors Mutter Sarah (Linda Hamilton) stellt sich die wortkarge Maschine – immer einige coole One-Liner schwingend – dem fast hoffungslosen Unterfangen, das Leben des aufmüpfigen Rebellen zu retten. Der Beginn einer überaus action-geladenen Jagd auf Leben und Tod.


In vielerlei Hinsicht gelang James Cameron mit dieser Fortsetzung ein Meilenstein der Filmgeschichte. Das sehr gute und atmosphärische Original musste sich aufgrund des eher bescheidenen Budgets stark einschränken, was das möglich Zeigbare betraf. Trotzdem wussten vor allem die Terminator- und Maschinen-Effekte zu überzeugen. 1991 hatte Cameron nun endlich die Möglichkeit, seine Visionen, seinen Hang zur Perfektion vollends auszuleben. So sollte der erste Film überhaupt entstehen, der mehr als 100 Mio. Dollar an Produktionskosten verschlang. Und man sieht dem Werk diesen gewaltigen Aufwand in jeder Szene an. Erster Rekord. Mittlerweile waren auch die Spezialeffekte derart ausgereift, dass George Lucas' Digital-Schmiede Industrial Light and Magic aus den Vollen schöpfen konnte und in mehreren Szenen mit dem T-1000 den wohl ersten komplett am Computer geschaffenen Hauptdarsteller kreierte. Dessen Morphing-Effekte vom Flüssig-Skelett zur bekannten Robert-Patrick-Figur sind auch heute noch wunderbar anzusehen und wurden 1991 völlig zurecht mit einem von insgesamt vier Technik-Oscars ausgezeichnet. Zweiter Rekord.


Die Schauspieler liefern allesamt eine mehr als gute Leistung, wobei vor allem Edward Furlong als rotznäsiger Teenie hervorsticht. Dem Rebell, der sich hier noch in jugendhafter Naivität präsentiert, soll später gerade diese Eigenschaft als Anführer des Widerstandes der Zukunft mehr als zugute kommen. Früh übt sich eben. Arnold Schwarzenegger hingegen zitiert in einigen Szenen gekonnt den ersten Teil und ist ansonsten wortkarg. Die knapp 700 von ihm gesprochenen Worte unterstreichen eindrucksvoll, was Schwarzenegger für viele seiner Fans ist: kein ernstzunehmender (Charakter-) Schauspieler, sondern ein Actionheld, der anstatt zu reden anderen möglichst effektvoll eins auf die Rübe gibt. Wobei ich meine, behaupten zu dürfen, dass auch und gerade ein Actionheld ein Charakterdarsteller ist. Wenngleich ein wortkarger. Robert Patrick schließlich ging als Gegenspieler T-1000 in die Filmgeschichte ein. Er verkörpert die Killermaschine durch sein ausdrucksloses Mienenspiel umso intensiver, dass man die Überlegenheit in manchen Szenen mit Händen greifen zu können glaubt. Witzigerweise sollte Patrick der T-1000 auch noch in seine weitere Karriere verfolgen, wenn auch in anderer Form. So machte er in der finalen Staffel von „Akte X“ als Special Agent John Doggett vom FBI Jagd auf sogenannte Super-Soldaten, die – wie der T-1000 – beinahe unbesiegbar sind. Dass sie unter anderem eine Wirbelsäule aus Eisen hatten, die sich selbst regenerierte, versteht sich von selbst. Mit Sicherheit haben die Verantwortlichen damals die Terminator-Filme zum Vorbild genommen.


James Cameron setzte mit „TERMINATOR 2 - TAG DER ABRECHNUNG“ unterm Strich wieder einmal Maßstäbe und die Messlatte für künftige Standards noch ein Stück höher. Er zündet über fast 2 ½ Stunden ein wahres Feuerwerk an atemberaubenden Action-Sequenzen und bahnbrechenden Visual Effects, die auch heute noch eindrucksvoll sind. Natürlich ist die erzählte Geschichte wie auch schon im ersten Teil nicht sonderlich anspruchsvoll, aber hinreichend clever, um den Zuschauer über die volle Laufzeit zu unterhalten. James Cameron mag kein begnadeter Geschichtenerzähler sein. Glücklicherweise besitzen seine eindrucksvoll eingefangenen Bilder aber in den meisten Fällen eine solch starke Anziehungskraft für den Zuschauer, dass sie bis heute für sich genommen ausreichen, Geschichte genug sind.


Auch interessant:
Terminator 3 - Rebellion der Maschinen“ [2003]
Terminator - Die Erlösung“ [2009]
Terminator: S.C.C. - The Sarah Connor Chronicles“ [2008 - 2009]

Eine Rezension von Stefan Rackow
(31. März 2007)
Terminator 2 – Tag der Abrechnung bei Amazon.de kaufen    Terminator 2 – Tag der Abrechnung bei ebay.de ersteigern


Kommentar schreiben | Einem Freund empfehlen

Daten zum Film
Terminator 2 – Tag der Abrechnung USA 1991
(Terminator 2: Judgment Day)
Regie James Cameron Drehbuch James Cameron & William Wisher Jr.
Produktion James Cameron Kamera Adam Greenberg
Darsteller Arnold Schwarzenegger, Linda Hamilton, Edward Furlong, Robert Patrick, Earl Boen, Joe Morton
Länge 131 Minuten (Kinofassung), 147 Minuten (Director's Cut) FSK ab 16 Jahren
Filmmusik Brad Fiedel
Visuelle Effekte und Animation Industrial Light and Magic
Preise und Auszeichnungen War für 6 Oscars nominiert und gewann letztlich 4 der Trophäen
Kommentare zu dieser Kritik
Renee TEAM sagte am 31.03.2007 um 23:24 Uhr

Definitiv eine rundum gelungene Fortsetzung, was ja leider allzu oft nicht der Fall ist. Die Neulinge in der Darsteller-Riege, Robert Patrick und Edward Furlong, fügen sich wunderbar ein und geben dem Film die Frische, die ihn zu mehr als einer bloßen Kopie des Originals macht. Großartig sind natürlich auch hier die Effekte, v.a. die Gestaltänderung des T 1000. Und außerdem hat mich der Humor (der krampfhafte Versuch des Terminator zu lächeln - schräg! :-D )begeistert, mit dem die Neuauflage ausgestattet wurde. Dadurch wirkt er weniger düster als der erste Teil und bekommt so einen ganz eigenen Charakter.
Anj TEAM sagte am 01.04.2007 um 18:00 Uhr

Diese Fortsetzung ist echt klasse. Ich weiß noch, als ich den das erste Mal gesehen hab, hab ich mich so gefreut, dass jetzt Arnie enrdlich wieder in die Rolle des lieben starken Beschützers schlüpft. So mochte ich ihn eben lieber. War ja auch noch klein damals ;-)
Renee TEAM sagte am 01.04.2007 um 19:24 Uhr

Beim ersten mal schauen weiß man ja theoretisch noch nicht, dass Arnie jetzt der good guy ist, und ich finde, der Versuch den Zuschauer genauso lange im Unklaren zu lassen wie John ist durchaus gelungen - genau wie die Kritik, wirklich unterhaltsam ;-).

Kommentar schreiben | Einem Freund empfehlen

 

Impressum 
 
 
www.jeichi.com | CD-Kritiken | www.filmempfehlung.com
Horrorfilm News | Der Webvideo Markt | Kino Trailer
 
Sedo - Domains kaufen und verkaufen etracker® Web-Controlling statt Logfile-Analyse