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Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast

Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast

Ein Film von Danny Cannon

Eigentlich stellt sich die Frage bei jeder Fortsetzung eines erfolgreichen Horrorhits: Musste das wirklich sein? Beim Schlitzer- Sequel “Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast” (alleine der lange Filmtitel macht doch schon neugierig, oder?) ist die Antwort eindeutig. Kommerziell gesehen war die Produktion eines zweiten Teils sicherlich nachvollziehbar, doch inhaltlich präsentiert sich der Film erwartungsgemäß ziemlich schwach. Das liegt größtenteils an der dünnen Story und den mangelnden Ideen.

Die Hauptstadt von Brasilien? Rio, lautet die Antwort von Karla (Popsängerin Brandy in ihrem Kinodebüt). Dass sie damit falsch liegt, macht nichts. Trotzdem hat sie eine Urlaubsreise für mehrere Personen auf die Bahamas gewonnen. Ihre beste Freundin Julie (Jennifer Love Hewitt), die noch an ihren traumatischen Erfahrungen aus dem letzten Sommer zu knabbern hat, tritt mit ihr die Reise an. Und auch ihre beiden Kumpels Will (Matthew Settle) und Tyrell (Mekhi Phifer) wollen sich die Ferieninsel nicht entgehen lassen. Doch kaum kommen sie dort an, taucht auch der Killer in der Fischerkutte wieder auf. Julie ist sich sicher: Es ist noch nicht vorbei…

So weit, so gut. Reichlich originell ist das Ganze in der Tat nicht, vor allem wenn man sich den Aufbau der Geschichte betrachtet. Erst ein bisschen uninteressantes Blabla- und dann darf unser Freund und Kupferstecher in der unheimlichen Kostümierung auch schon loslegen. Gekillt werden hier nicht die Hauptprotagonisten, sondern schön brav nach alt bewährtem Strickmuster erst einmal ein paar unschuldige Mittouristen, die mit dem Geschehen rein gar nichts am Hut haben. Irgendwie müssen schließlich die Zwischenräume gefüllt werden, bis es dem im Mittelpunkt stehenden Quartett an den Kragen geht. Besonders nervend bei den uninspirierten Nebenfiguren ist der ständig kiffende, langhaarige Idiot, der als Begrüßung gleich mal die mitgereisten Mädels anmacht. Dem substanzlosen und überraschungsarmen Drehbuch Folge leistend, sagen die Opfer hölzerne Dialoge auf, bis sie auf schrecklich konstruierte Weise dem Mörder in die Arme laufen. Dabei meint man mitunter, dass sie freiwillig ins Gras beißen wollen, so absurd sind deren Handlungen zuweilen. Serienkiller haben in Slasher- Movies ja stets leichtes Spiel, doch ein bisschen glaubwürdiger muss das Ganze dann schon gestrickt sein.

SPOILER: Im Übrigen ist schon die Grundidee haarsträubend! Dass Karla am Anfang die falsche Antwort sagt und dennoch die Reise gutgeschrieben bekommt, ist schon fast unfreiwillig komisch. Scheinbar fragt sich auch der Killer selbst, der die Radioshow mit dem Gewinnspiel ja inszeniert hat, wie dumm das Girlie eigentlich sein muss. Kein Wunder, dass sie dem Mörder nicht entkommen. Wenn man sich so anstellt, ist der Tod natürlich vorprogrammiert. Um doch an sein Frischfleisch zu kommen, lässt der Killer die Antwort durchgehen. Der Rest dürfte jedem bekannt sein… SPOILER ENDE!

Dabei ist es ein Jammer, dass Regisseur Danny Cannon, der Jim Gillespie auf dem Regiestuhl ersetzt, nicht in der Lage ist, einen spannenden Film zu inszenieren. Die verregneten, dunklen Kulissen sind doch eigentlich kein schlechter atmosphärischer Hintergrund. Stattdessen wird das Geld lieber in die blutigen Mordszenen gesteckt als in einen vernünftigen Drehbuchautor. Und so ist es dann auch verwunderlich, dass “Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast” mit einer FSK 16- Freigabe davon gekommen ist. Denn im Vergleich zum Vorgänger, der nur Erwachsenen erlaubt ist, ist der zweite Teil doch der wesentlich härtere der beiden Filme.

Das Finale, welches im ersten Teil relativ zufriedenstellend die Ereignisse aufklärte, ist hier zudem deutlich konfuser geraten. Beim zweiten oder dritten Twist gen Ende gibt Cannon dann endgültig seinen Trumpf aus der Hand, das Publikum wenigstens mit einem versöhnlichen Ende zu entlassen. Ehrlich gesagt, ist diese Auflösung sogar ziemlich dämlich. Scheinbar haben die Macher die Vorhersehbarkeit der vorangegangenen Szenarien erkannt und wollten dem Zuschauer zum Schluss noch etwas Überraschendes bieten. Doch damit schneiden sie sich leider ins eigene Fleisch.

Den einen Stern gibt es für die postkartenreife Bahamas- Kulisse und für die süße Jennifer Love Hewitt. Dennoch: “Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast” ist die Art von Fortsetzung, die nun wirklich niemand ernsthaft braucht. Bis auf die ganz hart gesottenen Horror- Allesgucker schrie nun wahrscheinlich keiner mehr nach einem weiteren Teil der Reihe. Der kam zwar mit “Ich werde immer wissen, was du letzten Sommer getan hast” trotzdem, allerdings nur für den Videomarkt. Und außerdem- wie hieß es schon in “Scream”: `Ohne eine Fortsetzung geht heutzutage gar nichts mehr.´ Genauso ist es…

Eine Rezension von Christopher Michels
(08. Januar 2009)
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Daten zum Film
Ich weiß noch immer, was du letzten Sommer getan hast USA 1998
(I Still Know What You Did Last Summer)
Regie Danny Cannon Drehbuch
Produktion Columbia TriStar
Darsteller Jennifer Love Hewitt, Freddie Prinze Jr., Brandy, Mekhi Phifer
Länge 96 Minuten FSK ab 16
Kommentare zu dieser Kritik
Anj TEAM sagte am 08.01.2009 um 23:35 Uhr

Die Sache mit der falschen Hauptstadt war auch für mich ein ganz wichtiger Punkt in dem Film. Ich habe mich die ganze Zeit haareraufend gefragt, wie der Film denn so doof sein kann, uns Rio de Janeiro als Hauptstadt Brasiliens vorzugaukeln, bis das irgendwann am Ende dann endlich mal aufgeklärt wird und ich erleichtert aufatmen konnte. Puh, der Film ist doch nicht so doof, das war alles nur inszeniert, damit der irre Typ die Mädels auf die Insel kriegt.
An sich finde ich die Idee aber gar nicht so schlimm, denn es würde sicher vielen die Haupstadt Brasiliens nicht auf Anhieb einfallen und wenn man es nicht weiß, erscheint Rio doch gar nicht so unlogisch. Wie viele Menschen glauben immer noch Sydney sei die Hauptstadt Australiens? Nee, also dumm ist das nicht. Es ärgert einen nur die ganze Zeit, wenn man den Film das erste Mal sieht und nicht weiß, dass das am Anfang nur ein Scherz vom Killer ist. Und man selbst denkt die ganze Zeit "Nein, nein, nein, das ist doch Brasilia!!!" ;-)
Renee TEAM sagte am 08.01.2009 um 23:52 Uhr

Ja, dieses bohrende Gefühl hat mich beim ersten Ansehen auch geärgert. Aber ich fand den Film recht unterhaltsam, da konnte ich zwischendurch auch mal an etwas anderes denken. Es gibt jedenfalls deutlich schlimmere Fortsetzungen. Dass aber erst fröhlich andere gemeuchelt werden, bevor es an die Hauptfiguren geht - ja, das ist tatsächlich etwas plump gelöst. Dennoch gibt es einige Szenen, die mit genügend Spannung aufwarten können, um nicht zu langweilen. Für mich persönlich war die Szene, in der Julie unter der Sonnenbank eingeschlossen ist, sehr beklemmend. Wirklich gelungen. Insgesamt ist der Film aber nur Durchschnitt.
Renee TEAM sagte am 08.01.2009 um 23:52 Uhr

Ups, das sollten nur 3 Sterne werden. Entschldigung.
k. TEAM sagte am 10.01.2009 um 20:09 Uhr

Ich fand den Film ganz cool. Nicht perfekt, aber cool. Für einen Abend mit Freunden taugt er allemal. Und wenn man etwas jünger ist, haut er einen auch noch von den Socken.

Ich hab mir das damals gemerkt. Ich sage heute noch Rio... obwohl ich weiß, dass es falsch ist.

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