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High Tension

High Tension

Ein Film von Alexandre Aja

Die Studentinnen Marie (Cécile De France, „Chanson D´ Amour“) und Alex (Maïwenn Le Besco, „Das fünfte Element“) fahren aufs Land zu Alex´ Familie um in der ruhigen Abgelegenheit ein wenig auszuspannen. Marie, die Alex sexuell begehrt, liegt in der Nacht auf ihrem Bett um sich selbst zu befriedigen als ein unheimlicher Psychopath in das Haus eindringt und Alex´ Eltern sowie ihren kleinen Bruder auf grausamste Weise niederschlachtet. Nur Marie kann sich vor dem Unbekannten retten und muss mit ansehen wie dieser auch ihre Freundin fesselt und im Ladebereich eines heruntergekommenen Klein-LKWs festbindet. Sie schafft es, sich ebenfalls in dem Fahrzeug zu verstecken und versucht nun Alex vor dem menschlichen Ungeheuer zu beschützen und Hilfe zu bekommen…

Bei dem Werk des jungen französischen Regisseurs Alexandre Aja handelt es sich um einen äußerst harten und verstörenden Horrorthriller. Die Story des Films ist zwar nicht gerade sehr innovativ geraten, aber die sehr straffe Inszenierung und die durchaus glaubwürdigen Darsteller bügeln die wenigen dramaturgischen Schwächen aus. In gewisser Weise handelt es sich bei „Haute Tension“ um eine freie Adaption des Romans „Intensity“ von Horrorguru Dean R. Koontz. In diesem Roman ist ebenfalls eine ganze Familie von einem mysteriösen Killer niedergemetzelt worden während sich die einzige Überlebende des Massakers in dessen eigenen Wohnwagen versteckt und ihm auf seinem Mordzug folgt.
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Aja, der als sein Drittwerk in den USA das gelungene Remake des Wes Craven-Schockers „The Hills Have Eyes“ (2006) abgedreht hat, versteht es die Nerven seines Publikums extrem auf die Probe zu stellen. Vor allem die Anfangssequenz, in der der von Philippe Nahon („Die purpurnen Flüsse“, „Menschenfeind“) gespielte Killer Alex´ gesamte Familie tötet während Marie das Blutbad aus ihrem Versteck hautnah mit ansehen muss, ist einerseits nägelzerkauend spannend geraten und zeigt das Geschehen andererseits in einer kaum auszuhaltenden physischen Härte.

In vielen Filmen enden die Mordszenen wenn der Täter seine Bluttat beendet hat, doch Aja lässt seine Opfer oft noch einmal leiden bevor der Tod eintritt. So gehört die Einstellung, in welcher Alex´ Mutter ermordet wird, wohl zu den grausamsten Szenen, die man in vergangener Zeit in einem Horrorfilm gesehen hat. „Haute Tension“ ist wohl auch nicht das typische Popcorn-Horror-Filmchen, welches man sich zur Belustigung auf DVD-Abenden ansehen sollte. Dazu ist er schlichtweg zu morbide und drückend.
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Man sollte bei Ajas Film vielleicht auch kein grosses Meisterwerk erwarten (ganz sicher besitzt er auch ein paar kleinere Schwächen und Fehler), aber für das Genre-Debüt eines passionierten Horrorfans kann man ihn nur als zutiefst gelungene Leistung bezeichnen.
Im Gegensatz zu anderen zur Zeit populären Splatter-Reihen wie „Saw“ oder „Hostel“ steht bei „Haute Tension“ zum Glück die Spannung und nicht der sicherlich vorhandene Gore-Faktor im Vordergrund. Wenn man schwache Nerven hat, sollte man ganz klar die Finger von dem Film lassen, da er absolut kompromisslos in seiner Darstellung ist und die düstere Atmosphäre auch nicht gelegentlich durch Humoreinlagen aufgelockert wird.

Horrorfans und Freunden härterer Thriller sei dieser Schocker aber definitiv ans Herz gelegt. Vor allem Regisseur Alexandre Aja hat durch seine erfrischende Inszenierung mit seinem Erstling gehörig Aufmerksamkeit erregt, so dass ihn letztendlich auch Hollywood für sich entdeckt hat und er seine „The Hills Have Eyes“-Version dort mit einem höheren Budget realisieren konnte.
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Eine Rezension von Bastian G.
(31. Mai 2007)
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Daten zum Film
High Tension Frankreich 2003
(Haute Tension)
Regie Alexandre Aja Drehbuch Alexandre Aja & Grégory Levasseur
Produktion Europa Corp., Alexandre Films Kamera Maxime Alexandre
Darsteller Cécile De France, Maïwenn Le Besco, Philippe Nahon, Franck Khalfoun, Andrei Finti, Oana Pellea, Jean-Claude de Goros
Länge 87 min. FSK SPIO/JK
http://www.hightensionmovie.com/
Filmmusik François Eudes
Bei der deutschen Leih-DVD handelt es sich um eine leicht gekürzte Version, die FSK 18-Kauf-DVD zeigt allerdings noch mehr Schnitte auf!
Kommentare zu dieser Kritik
Zombie-mower TEAM sagte am 15.06.2007 um 20:21 Uhr

die angesprochenen inhaltlichen Schwächen sehe ich zum Schluss bestätigt. Hier wirkt die Auflösung etwas zu aufgesetzt, viel zu sehr dem Zuschauer entgegen kommend und teilweise ziemlich unglaubwürdig, so dass man zum Schluss sogar enttäuscht werden kann. Vielleicht war es den Machern und Finanzierern zu gefährlich, den Zuschauer mit einem unbefriedigenden, unerklärlichen Schluss zu konfrontieren, weil dieser sich ärgern könnte, nicht sofort die Motive des Films durchschaut zu haben.
Könnte man die letzten 15 Minuten vom Film mental wegschneiden, bleibt ein psychologisch ausgefeilter, subtiler, verstörrender, blutig-kompromissloser Horror-Thriller, welchem vom europäischen und amerikanischen Raum nur sehr wenige Schocker das Wasser reichen können.
Die Psychologie des Films stützt sich größtenteils auf das Motiv der lesbischen, obsessiven Begierde der Protagonistin Marie zu ihrer Freundin Alexia. Diese Idee, eine Handlung um ein pathologisches Dilemma zwischen den beiden Protagonistinen zu konstruieren, zeugt schon von Genialität und Mut, der in seiner Subtilität in dem heutigen auf Explizität und Gorefaktor setzenden Horrorfilm leider viel zu selten gesehen wird. Die sexuelle Begierde und das unbändige lustvolle Verlangen von Marie durchzieht wie ein Motiv die gesamte Handlung und ist im Grunde der Schlüssel für die scheinbar unerklärlichen Mordtaten des grausamen Psychopathen (einfach wiedermal unschlagbar gespielt vom Franzosen Philippe Nahon). Hätte man die Handlung nach der Konfrontation zwischen Marie und dem Slasher enden lassen, wäre der Film um einiges mysteriöser und damit interessanter ausgefallen.

Haute Tension gehört für mich mitterlweile zu der Liga der außergewöhnlichen Schocker-Filme wie "Psycho", "The Texas Chainsaw Massacre", "Halloween", "Nightmare on Elm Street", "Scream", "Identity" und "Silent Hill".
Trotz der angesprochenen Schwächen lässt einen die Thematik, die unglaubliche seelische Darstellung von Cecile de France(Marie)und der kultige Soundtrack einfach nicht mehr los, so dass man den Film mindestens noch einmal anschauen möchte, um zum Schluss wieder festzustellen, wie geschickt die Puzzleteile zusammnen gefügt wurden.

Grandios!!!! Ein wahres MUSS!!!
Zombie-mower TEAM sagte am 19.06.2007 um 21:11 Uhr

die überirdische Musik, die übrigens in der Szene zu hören ist, wo der Killer Alexia in seinem Kleinlaster entführt hat und Marie sich diesem mit einem Sportwagen an die Fersen heftet, ist von Muse und heisst "New Born".
In High Tension untermalt dieser rockig-laszive Sound, der vom Klang dem von Pixies aus "Fight Club" ähnelt, noch mehr die paranoide, psychisch-angespannte Atmosphäre.

Souverän inszeniert!!!
Shikantaza sagte am 02.03.2009 um 14:20 Uhr

Nachdem ich den Film gestern zum dritten Mal (ungefähr im Zwei-Jahres-Rhythmus) gesehen habe, finde ich er ist ein wirklicher Klassiker geworden. Ein zweites Anschauen lohnt auf alle Fälle, weil man als Zuschauer mehr über den Hintergrund der Story weiß und es ist so, als würde man einen komplett anderen Film sehen.
Nach wie vor finde ich die stringente und stets hyper-spannende Inszenierung sehr gut - es wird einem wirklich keine Sekunde Atempause gegönnt, nachdem die Story nach ungefähr vier Minuten an Fahrt gewinnt.
Die Darsteller sind allesamt sehr gut.
Und die Musik ist einfach der Hammer: nicht nur "New born" von Muse an prominenter, interessanter und dramaturgisch wichtig-richtiger Stelle überzeugt, sondern auch der Score, welcher teilweise aus merkwürdigen (Stör-)Geräuschen besteht, welche unheimliche Szenen noch viel gruseliger erscheinen lassen. Der Gore-Gehalt dürfte für viele Leute die Grenze des Erträglichen überschreiten, dennoch liegt der Focus des Films auf dem Erzeugen von atemberaubender Spannung.
pete90 sagte am 15.08.2009 um 12:23 Uhr

Sehr geiler und intensiver Film, bei dem der Name Programm ist.

Hart und Kompromisslos, ohne Augenzwinkern.

Der Twist am Ende kommt etwas plötzlich und haut einen erstmal um, die Hinweise fallen meist erst beim 2. Mal schauen auf. Nichtsdestotrotz ein starkes Ende, der den Film von anderen abhebt!

Starker Soundtrack ist auch vorhanden.
travisbickle TEAM sagte am 15.08.2009 um 17:05 Uhr

Gerade den Schlusstwist fand ich beim zweiten Hinsehen total an den Haaren herbeigezogen. Mit einer insgesamt negativen Kritik würde ich dem Film trotzdem Unrecht tun, denn in der ersten Stunde war`s schon ein Kracher und tatsächlich "high tension"^^

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